Jetzte schreibe ich endlich einen Artikel über den vierten Schritt im Importkreislauf, den Weiterverkauf. Den Titel meine ich wortwörtlich. Ich habe es wirklich geschafft, mit meinen eBay-Auktionen am Anfang nur halb so viel zu verdienen wie andere Verkäufer, die dasselbe Produkt verkauft haben. Dabei hatte ich mir richtig Mühe gegeben mit dem Beschreibungstext.
Der Verkauf über eBay ist sehr praktisch als Importeur, weil Du einfachen Zugang zu riesigen Märkten hast. Wenn Du nicht gerade in totales Exotenprodukt importierst, findest Du Deine Zielgruppe mit Sicherheit bei eBay.
Als ich also meine ersten Auktionen online gestellt habe, war ich ziemlich enttäuscht von den Ergebnissen, weil ich mir sicher war, dass meine Produkte mehr wert waren. Ich habe mir also die Aufmachung der Auktionen meiner Konkurrenten angesehen und versucht herauszufinden, aus welchen Gründen sie viel mehr Geld mit den gleichen Produkten verdienen. In diesem Beitrag erzähle ich Dir, mit welchen Faktoren Du Deinen Verkaufspreis bei eBay erhöhen kannst.
Der Titel
Im Titel sollten kurz und prägnant einige Daten genannt werden. Viele Käufer suchen nur in den Titeln nach Produkten und weil der Verkaufspreis zu einem großen Teil davon abhängt, wie viele Leute Deine Auktion finden, sollte Dein Titel möglichst oft dem entsprechen, was Deine Zielgruppe in die Scuhzeile eingibt.
Also konkret sollte folgendes im Titel stehen:
- Marke
- Modell
- Bezeichnung
- “NEU”, “OVP”
- Menge, Umfang
- Details
- evtl. andere Schreibweise
Also zum Beispiel:”Canon IXUS 90 IS (Marke und Modell) +2GB Karte +Tasche (Umfang) SILBER (Details) NEU (”NEU”) Deutsch (Details)”.
So ein Titel wird von vielen möglichen Käufern gefunden.
Kategorie
Viele Käufer benutzen nicht die Suchfunktion, sondern klicken sich durch die einzelnen Kategorien, um Produkte zu finden. Achte also darauf, dass Dein Produkt garantiert in der richtigen Kategorie ist und wähle eventuell noch eine zweite aus, wenn Dein Produkt genauso gut noch in einen anderen Bereich passt.
Um Dir jetzt davon berichten zu können, habe ich es in der Vergangenheit natürlich auch schon falsch gemacht.
Ich habe mehrere Auktionen über Turbolister erstellt und hochgeladen und vergessen, bei einigen eine andere Kategorie auszuwählen (in dem Fall eine andere Größe) und ich habe nur durch diesen kleinen Fehler teilweise 30 % weniger eingenommen als bei Produkten in der richtigen Kategorie.
wenig Text, ansprechendes Design, gute Fotos
Anfangs wollte ich die Leute durch einen langen Text von meiem Produkt überzeugen und habe meine Auktionen ausführlich und schön ausgeschmückt beschrieben. Gebracht hat es ziemlich wenig. Viel mehr haben die Leute verdient, die einfach nur ein paar prägnante Stichpunkte in ein schönes Design mit guten, ansprechenden Fotos eingebaut haben.
Mach Dir also nicht die Mühe, lange Verkaufstexte zu schreiben, sondern überlege Dir, welche Schlüsseleigenschaften Du nennen solltest. Denk dabei auch wieder an die Suchfunktion und überleg Dir, wonach Deine Zielgruppe wohl sucht.
Du kannst eBay-Auktionen mit HTML und CSS selber gestalten. Hier findest Du eine kleine Anleitung dazu: Terrenal - HTML und CSS in eBay-Auktionen. Wenn Du Dich noch nicht gut genug mit HTML und CSS auskennst, kannst Du bei selfhtml viele kostenlose Informationen bekommen.
LEg Dein PRodukt für das Foto nicht einfach bei schlechtem Licht auf einen Teppichboden. Das habe ich auch schon gemacht und mittlerweile für schlecht befunden. Wenn das Wetter gut ist, mach Deine Fotos draußen in der Sonne, damit das Licht möglichst gut ist. Such Dir als Hintergrund irgendetwas ansprechendes aus. ICh nehme zum Beispiel eine Palme und eine schäne Aussicht im Hintergrund. Wenn Du Dein Produkt nicht so positionieren kannst, dass Du einen schönen Hintergrund mit auf das Bild bekommst, bau Dir eine kleine Bühne für die Bilder. Das geht zum Beispiel auf einem Tisch mit Tischdecken oder Tüchern.
Galeriebild
Bei Auktionen ab 1 Euro ist ein Galeriebild seit einiger Zeit umsonst (vermutlich, weil eBay selbst gemerkt hat, wie viel mehr sie dadurch einnehmen). Käufer öffnen Auktionen zum größten Teil, wenn sie ein ansprechendes Galeriebild sehen. Andere Aukltionen gehen unter den Konkurrenten unter.
Zahlungsmöglichkeiten
Biete zumindest die Zahlung per Überweisung und Paypal an. Die meisten Käufer wählen eine der beiden Zahlungsarten. Wenn Du sie nicht anbietest, könntest Du damit Käufer vergraulen.
Versandkosten angeben
Wenn Du sie nicht abgibst, werde Dich die Leute danach fragen. Einige wollen kein Risiko eingehen und haben keine Lust, so lange zu warten, bis Du antwortest und bieten gar nicht mehr auf Deine Auktion. Wenn Du sie kennst, gib auch die Versandkosten ins europäische Ausland an.
Bewertungsprofil
Geh gut mit Deinen Käufern um, damit Dein Bewertungsprofil möglichst positiv bleibt. Es kann immer passieren, dass ein Käufer eine schlechte Bewertung abgibt, weil es ein Missverständnis gegeben hat, aber versuch, Dein Profil so gut wie möglich zu halten.
Wenn Du Dich an diese Punkte hältst, kann ich Dir fast garantieren, dass Du viel höhere Gebote bekommst. Weitere Vertriebswege als eBay kommen natürlich auch noch. Vor allem beschreibe ich Dir, wie Du einfach einen Onlineshop aufbauen oder die Produkte direkt vertreiben kannst.
ICh schreibe zur Zeit an der Coachingserie. Deswegen habe ich in den letzten Tagen nicht ganz so regelmäßig geschrieben wie sonst. Wer möchte kann sich hier immer noch zur Coachingserie eintragen.

13 responses so far ↓
1 Blackthorn // Sep 5, 2008 at 12:22
Liest sich wie ein Werbetext für Ebay. Das kann man doch überall lesen. Die Ebay-Gebühren würde ich übrigens nicht außer Acht lassen!
Kann sein, dass sich in einigen Nieschen noch Geld verdienen lässt, aber größtenteils fressen die Gebühren / Steuern doch die Gewinne. Das lohnt doch den Aufwand gar nicht.
Zum Thema Shop: Ich glaube viele Leute glauben mit einer Eröffnung eines Onlineshops tun sich unglaubliche Gewinne auf. Die Illusion kann ich eben diesen Leuten direkt nehmen. Auch hier muss man wirklich viel Geld in die Hand nehmen, um etwas Gescheites auf die Beine stellen zu können. Stichwort SEO, Design, Programmierung, Nieschenprodukte etc. Das ist ein riesen Aufwand. Ich sehe das gerade wieder live bei einem Kunden, der genau diesem Irrglauben unterlegen ist und glaubt hier den schnellen Euro machen zu können. Sorry Leute, das ist einfach Unsinn den x-ten Digitalkamera Shop zu eröffnen.
My 2 Cents
2 Importblog // Sep 5, 2008 at 13:07
Hi Bloackthorn,
danke für Deine Beiträge!
Wenn du bessere Vertriebswege kennst, wäre ich Dir dankbar, wenn Du uns davon erzählst. Ich lerne selber gerne dazu!
Bastian
3 Importblog // Sep 5, 2008 at 13:13
Ach ja, und man kann meiner Meinung nach alles irgendwo nachlesen. Das schwierige ist nur, die Informationen gebündelt an einem Ort zu finden. Das ist meine Intention hier.
4 Steve // Sep 5, 2008 at 22:47
Ich gebe Blackthorn Recht, mit solchem Importgeschäften kann man vielleicht ein paar Euro nebenbei verdienen, aber das wars dann auch schon. Wenn man die Zeit und den riesigen Aufwand dafür gegenrechnet, verbringe ich meine Leben lieber mit sinnvolleren Dingen.
5 Tobias // Sep 6, 2008 at 01:32
Servus Bastian,
vielen Dank für Deine Einträge. Für mich ist Dein Blog momentan die Nummer #1. Selten habe ich einen Blog gefunden der so nützliche Informationen beinhaltet. Wenig “Bla bla” und viel Substanz. Vielen Dank, dass Du mit uns Dein Wissen teilst! Ich freue mich schon auf die nächsten Artikel!
6 Importblog // Sep 6, 2008 at 03:49
@ Steve: Ich freue mich für jeden, der seinen Weg zum Erfolg gefunden hat. Wenn Deiner nicht derselbe ist wie meiner, ist das okay.
@ Tobias: Danke für Dein Lob, Tobias! Mein Ziel ist es, dass möglichst viele Leuite von meinem Wissen profitieren. Wenn Du erste konkrete Erfahrungen gemacht hast, lass mioch davon wissen.
7 René // Sep 24, 2008 at 10:05
Hallo Bastian,
der Punkt der mich am meisten interessiert ist die Gewährleistung nach dem Verkauf. Wenn jemand z.B. ein defektes iPhone von dir kauft oder es im laufe der gesetzlichen Gewährleistungsfrist kaputt geht, wie gehst du damit um ? Rechtlich bist du als Handelspartner des Käufer ja in der Pflicht.
Meines Erachtens ein sehr wichtiger Punkt, der bislang etwas zu kurz gekommen ist.
Gruß René
8 Steve // Sep 29, 2008 at 00:19
Ich kann René nur beipflichten, als gewerblicher Anbieter hast Du so viele Dinge zu beachten und Pflichten am Hals, dass es sich einfach nicht lohnt. Zum Thema Abmahnung im Markenartikelbereich hatte ich schon einen Kommentar geschrieben, mit 5000,- Euro Anwaltskosten und Schadensersatz muss man auf jeden Fall rechnen. Und wenn Du Dich z.B. nicht an die neue Verp. verordnung hältst, hast Du die nächste Abmahnung an der Backe, Kostenpunkt 700,- Euro. Die Lizenzgebühr ab 2009 noch nicht mitgerechnet.
Wenn ich das alles hier so lese, habe ich das Gefühl, ein Anfänger will uns erzählen, wie toll alles funktioniert, aber solche halblegalen Importe können ganz schön in die Hose gehen.
Beschäftige Dich lieber mal mit Markenrecht, etc.
9 Importblog // Okt 4, 2008 at 09:41
Hi René,
zur Zeit habe ich leider nicht ganz so viel Zeit neue Artikel zu schreiben. Das Thema Garantie und Gewährleistung werde ich aber noch behandeln!
Liebe Grüße
Bastian
10 Max // Okt 5, 2008 at 13:23
Hallo,
erstmal möchte auch ich den Blog loben.
Zwar habe ich auch einige Bedenken, dass man bei solchen Geschäften wenn man Pech hat RICHTIG auf den Deckel kriegen kann, aber alles kann schief gehen…
Und hier werden viele Fragen, mit denen man sich sonst so lange rumplagt, bis irgendwann alles wieder verläuft konkret und kompetent beantwortet-denke ich.
Ich wollte noch fragen, bis zu welchem “Level” du bei eBay privat verkauft hast.
Gruß
Max
11 Mike // Okt 27, 2008 at 16:09
Hallo,
erst einmal möchte ich Bastian für den Blog danken. Es ist immer leichter zu kritisieren als es selber besser zu machen. Wichtig ist doch das Bild zu vermitteln, alles ist zu schaffen, man muss es nur richtig angehen, anstatt von vornherein zu sagen etwas würde sich nicht lohnen. In einer Grüdungszeitschrift hab ich sogar einmal von einem Onlineshop gelesen, der Pins (Anstecknadeln) importiert und weiterverkauft. Es war eine richtige Erfolgsstory.
Nach einem geeigneten Produkt zu “suchen”, finde ich jedoch eher falsch. Erfolgreich sind meist die Leute, die sich mit einem Produkt so stark befassen, dass sie Verbesserungspotenziale entdecken. Im Importgeschäft kann das einfach der Fakt sein, dass man einen ungesättigten Markt oder etwa neue Wege ein Produkt zu verkaufen entdeckt.
Was jedoch wirklich Gift für das Unternehmertum in Deutschland ist, ist das Abmahnungswesen. Mich hält das schon länger auf, aktiv zu werden. Drum bitte ich um Informationen. Was muss ich genau beachten? Wie kann ich mich absichern etc.? Kann man sich auch an eine Stelle wenden, die z.B. eine Internetpräsenz auf rechtliche Richtigkeit überprüft?!? Für Antworten wär ich sehr dankbar.
Grüße
Mike
12 Was kann man hier lernen? Ein Inhaltsverzeichnis für das Importblog // Nov 3, 2008 at 17:54
[...] eBay-Auktionen optimieren [...]
13 Rudi // Feb 1, 2009 at 15:44
Die Frage ist eben wirklich, was man für ein Produkt hat und wie man es präsentiert. Die Plattform ist auch nicht unwichtig, denn nicht jedes Online Auktionshaus ist für alle Angebote geeignet. Und wie schon geschrieben wurde, ohne Fleiß kein Preis, das gilt gerade auch hier.
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